Wer hilft mir bei einem Lipödem?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie an einem Lipödem leiden, sprechen Sie gerne Ihren Hausarzt an, ob er die Diagnose bestätigen und evtl. mit der Verordnung von konservativen Therapiemaßnahmen wie manueller Lymphdrainage oder Flachstrickmiedern (Klasse 2) beginnen kann.

In manchen Fällen können Hausärzte das Krankheitsbild nicht richtig zuordnen oder es besteht Unsicherheit bezüglich der weiteren Therapie. Venenärzte (Phlebologen) sind mit dem Lipödem in der Regel gut vertraut und können zudem ausschließen, ob für Ihre Beschwerden (auch) eine venöse Ursache vorliegt.

Gerne stehen auch wir für eine unverbindliche Beratung zur Verfügung. Bei allen Patienten mit dem Verdacht auf ein Lipödem führen wir eine Ultraschalluntersuchung und 3D-Vermessung sowie eine ausführliche Untersuchung und Anamneseerhebung durch.

Bitte bringen Sie zu einem Beratungstermin Befunde Ihres Hausarztes und/ oder Venenarztes mit.

Information Lipödem

Habe ich ein Lipödem?

Viele unserer Patienten berichten, dass sie bereits seit vielen Jahren unter Schmerzen der Arme und Beine sowie einer Umfangsvermehrung leiden, aber niemand die Diagnose Lipödem gestellt hat. Erst durch Medienberichte oder Bekannte wurden sie auf das Thema aufmerksam.

Das Lipödem ist keine Adipositas – auch wenn diese Meinung noch in manchen Köpfen vorhanden ist. Typisch – und im Gegensatz zu Übergewicht – sind Druck- und Berührungsschmerz, eine Neigung zu blauen Flecken auch ohne erinnerbare Ursache, ein allgemeines Unwohlsein sowie (in fortgeschrittenen Stadien) Dellenbildung in der Hautoberfläche.

Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin bei Acqua Medical Aesthetics. Anhand einer ausführlichen Anamneseerhebung, Untersuchung und bildgebender Verfahren kann die Diagnose gesichert werden.

Welche Behandlung ist bei einem Lipödem zu empfehlen?

Die deutschen und internationalen Leitlinien empfehlen in den meisten Fällen zunächst eine konservative Therapie. Dies beinhaltet manuelle Lymphdrainage, Flachstrick-Mieder (Klasse 2), Sportarten im Wasser, ggf. Lymphomat und ggf. psychosoziale Unterstützung. Auch eine ketogene Umstellung der Ernährung und entzündungshemmende Nahrungsergänzungsmittel (Kurkuma, Ingwer, Steinklee etc.) können eine Symtombesserung, jedoch selten eine Heilung, bewirken.


Lässt sich mit den konservativen Maßnahmen keine Besserung der Beschwerden erzielen oder kommt es sogar zu einem Fortschreiten, kann die Liposuktion eine dauerhafte und nachhaltige Therapie darstellen. Dabei werden große Mengen der krankhaften Fettzellen mittels Unterdruck entfernt, so dass die Ursache der Beschwerden nicht mehr vorhanden ist. Das PAL-Verfahren („Power Assisted Liposuction“) stellt dabei eine sehr schonende, gründliche und effektive Methode dar. Die ästhetischen und funktionellen Ergebnisse sind dabei beeindruckend.

Welche Behandlung für Sie am besten geeignet ist, können wir gerne bei einem persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch erörtern.

 

Korrektureingriffe nach einer Liposuktion

Sie waren bereits in chirurgischer Behandlung wegen Ihres Lipödems, sind aber mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden?

Die Behandlung des Lipödems setzt viel Erfahrung voraus. Zum einen muss der Operateur genau wissen, wie viel Fettgewebe und in welchen Schichten er entfernen muss. Zum anderen sind Vor- und Nachbehandlung für ein gutes Ergebnis entscheidend.

Gerne helfen wir Ihnen, wenn noch kleinere oder größere Beschwerden nach einer Liposuktion bestehen. Sollten Beschwerden an bisher nicht behandelten Körperarealen (Arme, Bauch, Brust, Kinn, Rücken etc.) aufgetreten sein, beraten wir Sie gerne zu den möglichen Behandlungsoptionen.

Oftmals lässt sich mit kleinen Eingriffen eine deutliche Verbesserung der Beschwerden bewirken. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin. Selbstverständlich führen wir unsere Standard-Diagnostik (Ultraschall, 3D-Vermessung) auch bei vorbehandelten Patienten durch, um die optimale Therapie für Sie zu finden.

Lipödem: Welche Areale können betroffen sein?

Arme und Beine – so steht es in der Literatur. Doch auch andere Körperstellen können krankhaft verändertes Fettgewebe anlagern und zu Lipödem-Symtomen führen.

Unsere klinische Erfahrung zeigt uns ganz klar, dass auch der Bauch, die Brüste, der Rücken, das Gesäß und das Kinn Beschwerden im Sinne eines Lipödems entwickeln können.

  • Am Kinn stört das dort auftretende Schweregefühl oftmals die Atmung, insbesondere im Liegen.
  • Im Bereich des Bauches zeigt sich bei einigen Patienten eine Zunahme des Volumens, verbunden mit Berührungsempfindlichkeit und unebener Haut.
  • Die klinische Erfahrung zeigt auch, dass die Brüste – zum Beispiel nach einer Saugung der Arme und Beine – an Volumen zunehmen können. Bei fortschreitendem Befund kann dies als störend empfunden werden, so dass auch hier über eine Therapie nachgedacht werden kann.
  • Um ein ganzheitliches, harmonisches Körperbild wieder herzustellen, ist in vielen Fällen die Behandlung des Rückens, der Taille, der Steißregion und des Gesäßes sinnvoll.


Wir freuen uns, Sie zu einem persönlichen Beratungsgespräch bei ACQUA Medical Aesthetics® begrüßen zu dürfen. Durch moderne Untersuchungsmethoden einschließlich Ultraschall und 3D-Vermessung lässt sich das Ausmaß des Lipödems sehr gut einschätzen und ein unverbindlicher Behandlungsplan erstellen.

 Nachsorge nach einer Liposuktion

Die Nachsorge ist entscheidend für ein gutes und zufriedenstellendes OP-Ergebnis. Durch unsere hauseigene Physiotherapieabteilung beginnen wir direkt nach der OP mit der manuellen Lymphdrainage (MLD). Diese Behandlungen sollten unbedingt Zuhause durch erfahrene Lymphtherapeuten fortgesetzt werden. Unser Physiotherapie-Team steht Ihnen auch gerne an unseren verschiedenen Standorten zur Verfügung.

Wir empfehlen, in den ersten drei Wochen zwei- bis dreimal die MLD durchzuführen, danach können Sie die Abstände vergrößern.


Noch während der OP erhalten Sie von uns ein passendes Kompressionsmieder, das dafür sorgt, dass es zu keiner starken Schwellung kommt und die Hämatombildung überschaubar bleibt. Das Mieder sollte für mindestens sechs Wochen Tag und Nacht getragen werden. Während der ersten postoperativen Tage können Sie mit dem Mieder duschen, nach vier bis fünf Tagen können Sie es zum Duschen ausziehen. Nach dem Waschen des Mieder ziehen Sie es feucht wieder an und trocknen es erst, wenn Sie es angezogen haben.


Achten Sie direkt nach der Operation auf ausreichend Zufuhr von elektrolythaltiger Flüssigkeit. Moderate Bewegung ist erlaub, jedoch sollten Sie es mit der körperlichen Aktivität nicht übertreiben und auf Ihren Körper hören.


Schwimmen dürfen Sie nach Abschluss der Wundheilung (ca. zwei Wochen) ohne Mieder. Nach vier bis sechs Wochen ist erschütterungsfreier Sport erlaubt. Joggen, Trampolinspringen u. Ä. sollte frühestens nach vier Monaten begonnen werden. Ebenso lange sollte man mit EMS-Training und LPG-Anwendungen warten.